Deutsche UNESCO Kommission e.V.

Who is who im Welterbe

Akteure in Deutschland

In Deutschland sind Unterschutzstellung und Pflege von Denkmälern Angelegenheit der Länder. Die gemeinsamen Interessen der Länder gegenüber dem Bund und der UNESCO werden von der Kultusministerkonferenz (KMK) vertreten. Die KMK ist auch federführend für die Tentativliste künftiger Nominierungen Deutschlands für die UNESCO-Welterbeliste.

Das Auswärtige Amt ist das für die Zusammenarbeit Deutschlands mit der UNESCO federführende Bundesressort. Bei den Tagungen des UNESCO-Welterbekomitees nimmt das Auswärtige Amt die Leitung der deutschen Delegation wahr. Die Bundesregierung fördert den Erhalt der historischen Stätten von Weltrang mit dem Investitionsprogramm nationale UNESCO-Welterbestätten.

Die Deutsche UNESCO-Kommission begleitet die Umsetzung der Welterbekonvention in Deutschland. Sie arbeitet eng mit allen für das Welterbe zuständigen Stellen zusammen. Dazu gehören neben der KMK das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz sowie das Deutsche Nationalkomitee des Internationalen Rates für Denkmalpflege (ICOMOS). Weitere Kooperationspartner sind der UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V., die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Deutsche Stiftung Welterbe, die Stiftung Weltkulturerbe Bamberg sowie der UNESCO-Lehrstuhl “World Heritage Studies” an der BTU Cottbus und der UNESCO-Lehrstuhl für Stadt- und Kulturlandschaften an der RWTH Aachen.

Umsetzung der Welterbekonvention auf internationaler Ebene

Das Welterbekomitee der UNESCO ist das wichtigste mit der Umsetzung der Welterbekonvention betraute Gremium. Das Komitee, dem Experten aus 21 Ländern angehören, prüft auf seiner jährlichen Tagung, welche von den Mitgliedstaaten vorgeschlagenen Stätten in die Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt aufgenommen werden. Ständiges Sekretariat des Welterbekomitees ist das UNESCO-Welterbezentrum in Paris. Es setzt die vom Welterbekomitee getroffenen Beschlüsse um, organisiert die Tagungen des Komitees, nimmt die Nominierungsanträge für die Welterbeliste entgegen, koordiniert das Monitoring der Welterbestätten und organisiert die periodische Berichterstattung.

Bisher haben 190 Staaten das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt unterzeichnet. Alle zwei Jahre wird die Generalversammlung der Vertragsstaaten der Welterbekonvention einberufen. Sie wählt die 21 Mitglieder des Welterbekomitees und setzt den einheitlichen, für alle Vertragsstaaten geltenden Schlüssel für die Beiträge zum Welterbefonds fest. Aus dem Fonds werden internationale Hilfsprojekte, Soforthilfen für Notfälle, die Ausbildung von Fachpersonal und technische Kooperationsprojekte finanziert. Über die Verwendung des Fonds entscheidet das Welterbekomitee.

Drei beratende Fachgremien unterstützen das Welterbekomitee: Im Bereich des Kulturerbes sind dies der Internationale Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) und das Internationale Studienzentrum für die Erhaltung und Restaurierung von Kulturgut (ICCROM), im Bereich des Naturerbes die Internationale Union zur Erhaltung der Natur (IUCN).

Um die internationale Netzwerkzusammenarbeit zur Erhaltung historischer Stadtlandschaften, die auf der Welterbeliste vertreten sind, zu fördern, wurde 1993 die Organisation der Welterbe-Städte (OWHC) gegründet. Heute arbeiten über 200 Städte aus fünf Kontinenten in dem Städtenetzwerk mit.

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