
Zwischenstaatliches Programm zur Medienförderung (IPDC)
Das Programm zur Medienförderung (International Programme for the Development of Communication - IPDC) ist ein entwicklungspolitisches Programm und hilft beim Aufbau von Infrastrukturen und unabhängigen Medienangeboten in Entwicklungs- und Transformationsländern. IPDC unterstützt journalistische Ausbildungsprogramme, die Einrichtung von Nachrichtenagenturen und Radiostationen in ländlichen und isolierten Gebieten und leistet technische Hilfe.
IPDC fördert unter anderem den Aufbau von Community Multimedia Centres (CMC), die für die Bevölkerung Begegnungs-, Bildungs- und Kommunikationszentrum zugleich sind. Typischerweise bestehen sie zum einen aus einer leicht zu bedienenden Radiostation mit einer Reichweite von 10 bis 50 Kilometern, die es ermöglicht, Sendungen in der lokalen Sprache auszustrahlen. Die zweite Komponente ist ein so genanntes Telecentre, das Computer mit Internetanschluss, Drucker und Faxgerät, Scanner, Telefon, Digitalkamera, Fernseh- und Videogerät umfasst. Einheimische Mitarbeiter werden geschult und geben ihre Kenntnisse an die Bevölkerung weiter.
IPDC ist das einzige Programm der Vereinten Nationen für die Medienförderung in Entwicklungs- und Transformationsländern. Seit seiner Gründung im Jahr 1980 wurden 1200 Projekte in 140 Ländern mit einem Gesamtvolumen von fast 100 Millionen US-Dollar gefördert. Das Programm wird koordiniert von einem zwischenstaatlichen Rat, dem 39 Mitgliedstaaten angehören.