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Februar 2014

Weltnaturerbestätten Banc d'Arguin und Wattenmeer vereinbaren Partnerschaft

Initiative soll Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern fördern

Die UNESCO-Welterbestätten Wattenmeer und Banc d’Arguin haben im Februar 2014 im Rahmen der trilateralen Wattenmeerkonferenz ein "Memorandum of Understanding" unterzeichnet. Künftig wollen sich beide Naturerbestätten gemeinsam für einen besseren Schutz der Zugvögel auf dem ostatlantischen Vogelzugweg einsetzen.

Weltnaturerbe Banc d'Arguin
© UNESCO

Der Nationalpark Banc d'Arguin in Mauretanien und das Wattenmeer Deutschlands, Dänemarks und der Niederlande sind die wichtigsten Rastgebiete für Vögel auf dem ostatlantischen Zugweg. Die Vogelfluglinie verbindet die beiden Naturerbestätten auf faszinierende Weise. Auf ihrer alljährlichen Reise ziehen Millionen Vögel von ihren Brutgebieten in der Arktis über die ostatlantische Zugroute zu ihren Überwinterungsgebieten an den Küsten Afrikas. Das Wattenmeer ist mit seinem großen Nahrungsangebot für die Zugvögel ein überlebenswichtiges Rastgebiet. 30 Prozent der geschätzten sieben Millionen Watvögel, die diesen Zugweg nutzen, sind auf das Wattenmeer angewiesen, um hier ihre Energiereserven aufzufüllen. Der Nationalpark Banc d'Arguin an der Nordwestküste Afrikas ist eines der vogelreichsten Gebiete weltweit und das zentrale Überwinterungsquartier für jährlich über zwei Millionen Zugvögel des Wattenmeers.

Besonders empfindliches Meeresgebiet

Um ihre Anstrengungen zum Schutz des ostatlantischen Vogelzugwegs zu bündeln, vereinbarten die beiden Weltnaturerbestätten eine enge Kooperation. Geplant sind ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch beim Management der Stätten und intensive Zusammenarbeit bei der internationalen Zugvogelbeobachtung. Das Wattenmeersekretariat will sich außerdem für die Ausweisung des Nationalparks Banc d'Arguin als "besonders empfindliches Meeresgebiet" nach den Richtlinien der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) einsetzen. Diesen Schutzstatus hat das Wattenmeer bereits 2002 erhalten. Die Auszeichnung der IMO dient dazu, bei der internationalen Seeschifffahrt ein Bewusstsein für die besondere Sensibilität des Schutzgebiets zu schaffen. Das Gebiet wird auf den einschlägigen internationalen Seekarten als "Particularly Sensitive Sea Area" eingetragen.

Die Partnerschaft zwischen den UNESCO-Welterbestätten Wattenmeer und Banc d’Arguin ist ein Meilenstein zur Stärkung der internationalen Kooperation im "World Heritage Marine Programme". Die Initiative soll insbesondere die Zusammenarbeit mit den afrikanischen Ländern fördern. Hierbei spielt als erster Schritt der Auf- und Ausbau von Strukturen zur Überwachung der Vogelbestände in den afrikanischen Winterquartieren eine Rolle.

Das Partnerschaftsabkommen wurde im Rahmen der 12. trilateralen Wattenmeerkonferenz unterzeichnet, die vom 4. bis 6. Februar 2014 in Tønder, Dänemark, stattfand. Deutschland, Dänemark und die Niederlande arbeiten seit 1978 zum Schutz des Wattenmeeres eng zusammen. Das niederländisch-deutsche Wattenmeer wurde von der UNESCO 2009 in die Welterbeliste aufgenommen. Eine Erweiterung der Weltnaturerbestätte um den dänischen Teil des Wattenmeers ist geplant. Der Nationalpark Banc d'Arguin in Mauretanien gehört seit 1976 zum UNESCO-Welterbe.

Weitere Informationen:

World Heritage Marine Programme

Weltnaturerbe Wattenmeer

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