Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:


[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße Zurücksetzen



schließen
MenüService
Suche
  • Home
  • Schriftgröße

Begegnungen zwischen Reisegruppen und indigenen Gruppen

Erhalt kultureller Vielfalt im Tourismusbereich, Berlin

Die Forschungseinrichtung "Structural Analysis of Cultural Systems" (S.A.C.S.) der Technischen Universität Berlin fördert die Begegnung mit indigenen Gruppen in aller Welt und damit den kulturellen Austausch im Tourismusbereich. Geschulte Tourguides gestalten das Kennenlernen kulturverträglich.

© UNESCO

In Kooperation mit universitären und außeruniversitären Projektpartnern vor Ort werden Tourguides geschult, die Begegnungen von Besuchern mit Indigenen kulturverträglich und minimal-invasiv gestalten. Dies zielt auf integratives Verhalten der Besucher im indigenen Kontext ab. Die Schulungen beinhalten zunächst einen theoretischen Workshop und dann die praktische Umsetzung beim Besuch der jeweiligen indigenen Gruppe.




Die Bewahrung indigener Kulturen wirkt auch auf den Tourismus eines Landes
Bisherige Maßnahmen fanden in Indien bei den Soliga (B.R.Hills), in Kamerun bei den Bagyeli (Lobé-Fluss), in Uganda bei den Batwa (Semuliki-Nationalpark) und in Äthiopien bei den Hamer (Omo Valley) statt. Für 2012 planen die Projektpartner in den genannten Ländern eine Fortsetzung in Brasilien (Xingú) sowie eine dauerhafte Etablierung des Projekts. Bei den Verantwortlichen in den jeweiligen Ländern wurde ein Bewusstsein dafür geschaffen, wie sich destabilisierende Einflüsse auf indigene Kulturen und damit auch auf den Tourismus auswirken: Wenn die Kulturen verschwinden, verlieren die Zielgebiete an Attraktivität. Respektvoller Umgang mit den indigenen Kulturen hingegen dient deren Bewahrung und bietet zugleich den Touristen authentischere Begegnungen. Die Forschungseinrichtung S.A.C.S. war an der Entstehung der Indigenenrechtserklärung der Vereinten Nationen (United Nations Declaration on the Rights of Indigenous Peoples) beteiligt. Die getroffenen Maßnahmen zielen auf die konsequente Umsetzung der Indigenenrechtserklärung sowie des UNESCO-Übereinkommens über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen ab.

Interkulturalität verhilft zu respektvollem Umgang
Eine Herausforderung bei der Umsetzung des Projekts sind die Tourguides selbst. Sie waren es bislang gewohnt, indigene Kultur als Ressource auszubeuten. Zugleich blicken sie oftmals auf die vermeintlich "primitive" Kultur der Ureinwohner herab. Ähnlich gibt es auch auf Seiten der Touristen gelegentlich solche, die sich nicht integrativ auf die Indigenen einlassen wollen. In beiden Fällen ist es notwendig, die interkulturellen und kulturpsychologischen Mechanismen und die eigene Rolle hinsichtlich der Probleme zunächst allgemein verständlich zu machen. Dann findet "Learning by Doing" statt, wobei es sich als vorteilhaft erwiesen hat, mit einer Gruppe von Studierenden anzureisen, die dann im Sinne einer Vorbildfunktion die Rolle der sich kulturverträglich verhaltenden Touristen übernehmen.Das Projekt „Erhalt kultureller Vielfalt im Tourismusbereich“ ist ein Beispiel zur Umsetzung der Allgemeinen Erklärung zur kulturellen Vielfalt.

Mehr Informationen:
Link zum Projekt

Formular als PDF

Suche

Newsletter

Abonnieren Sie unsere verschiedenen Newsletter. mehr...