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Vulkaneifel European Geopark

Die Dauner Maare
Archiv Natur- und Geopark GmbH

Der Geopark Vulkaneifel befindet sich im nordwestlichen Teil des rheinischen Schiefergebirges, in der Eifel rund um die Städte Daun, Hillesheim und Gerolstein. Bekannt ist der Geopark vor allem für seine Maare, durch vulkanische Wasserdampfexplosionen geschaffene Krater. Sie entstehen, wenn aufsteigendes Magma mit wasserführenden Schichten in Kontakt gelangt und dadurch schlagartig große Mengen Wasserdampf erzeugt werden. Das die Kontaktzone umgebende Gestein wird durch Schockwellen zerrüttet und explosionsartig nach oben ausgeworfen. In den ausgesprengten Hohlraum brechen Gesteinschollen ein, bis ein trichterförmiger Einbruchkrater entstanden ist. Die Vulkaneifel ist das „klassische“ Maargebiet der Erde, der Mundartbegriff aus dem Dauner Raum ist heute die in fast allen Sprachen weltweit gültige Bezeichnung für diese geologische Erscheinungsform.

Im Gebiet von etwa 30 Kilometer Breite und 50 Kilometer Länge finden sich rund 350 große und kleine Vulkane. Neun Maare sind noch heute mit Wasser gefüllt, andere enthalten Moore, sind ausgetrocknet oder erodiert. Eine erste vulkanische Phase ließ vor 45 –35 Millionen Jahre Vulkane entstehen. Vor 700.000 Jahren begann dann eine zweite Phase vulkanischer Aktivität. Die meisten der heute mit Wasser gefüllten Maare entstanden vor rund 20.000 bis 40.000 Jahren. Vor 10.900 Jahren brach das Ulmener Maar aus, Deutschlands jüngster Vulkan. Die Erde unter der Vulkaneifel ist noch in Bewegung und die Eifel hebt sich jedes Jahr um bis zu einem Millimeter. Es gibt unzählige Kohlendioxidquellen und unter der Vulkaneifel befindet sich eine heiße Zone, die bis weit in den Erdmantel reicht. Dies sind Indizien dafür, dass auch der Vulkanismus noch nicht beendet ist, er hat nur eine Ruhepause eingelegt. Wann der nächste Ausbruch stattfindet, kann jedoch niemand vorhersagen.

Kaltwassergeysir 'Brubbel' in Wallenborn
Archiv Natur- und Geopark GmbH

In der Vulkaneifel fanden die Geowissenschaftler, die sich mit dem Gebiet bereits seit 200 Jahren beschäftigen, neben demVulkanismus auch Fossilien von Weltrang. wie das Eckfelder Urpferdchen oder die älteste bisher bekannte Honigbiene aus dem Eozän. Guten Einblick erhalten Wissenschaftler auch in die Zeit des Devon vor 400 Millionen Jahren.

Fünf Museen, zahlreiche Wanderwege und Fahrradtouren erläutern und führen den Besucher zu mehr als 200 gekennzeichneten geologisch bedeutsamen Punkten. Schon 1988 wurde der erste Geo-Pfad in Hillesheim eröffnet, der Geopark Vulkaneifel war einer der Vorreiter innerhalb der europäischen und globalen Geopark-Netzwerke.

  • Jahr der Anerkennung als Nationaler Geopark: 2005 (gemeinsam mit den Vulkanparks Mayen-Koblenz und Brohltal/Laacher See)
  • Jahr der Anerkennung als Global Geopark: 2004 (Gründungsmitglied, seit 2015 als UNESCO Global Geopark)
  • Fläche: etwa 1.300 km2
  • Geologische Einheiten: Devon, Trias, Tertiär, Quartär
  • Landschaftsräume: Vulkaneifel.
  • Bundesländer: Rheinland-Pfalz
  • Verwaltung:
    Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH
    Mainzer Str. 25
    54550 Daun
    Tel. 06592/933202
    Fax 06592/985900
    Email: Email:geopark@vulkaneifel.de
    Internet: www.geopark-vulkaneifel.de
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